Blockieren Ihre Emotionen Ihre Fruchtbarkeit?

Emotionale Faktoren können bei der Fruchtbarkeit eine Rolle spielen und sich auf die Fähigkeit zur Empfängnis auswirken. Stress, Depressionen und Angstzustände können den Hormonhaushalt im Körper beeinflussen, was sich auf den Eisprung und die Einnistung einer befruchteten Eizelle auswirken kann. Darüber hinaus können emotionale Probleme die allgemeine körperliche und geistige Gesundheit einer Person beeinträchtigen, was sich wiederum auf die Fruchtbarkeit auswirken kann.

Die Wissenschaft zeigt, dass die Hormone Katecholamine, Prolaktin, Nebennierensteroide, Endorphine und Serotonin durch Stress negativ beeinflusst werden und sich auf den Ovulationszyklus der Frau auswirken. Ein Hormonungleichgewicht, das durch ein hohes Maß an Stress verursacht wird, kann zu Unfruchtbarkeit oder gewohnheitsmäßigem Schwangerschaftsabbruch führen.

Studien haben auch gezeigt, dass Menschen, die einem hohen Stresspegel ausgesetzt sind, länger brauchen, um schwanger zu werden. In einer Studie, bei der Speichelproben von Frauen genommen wurden, die versuchten, schwanger zu werden, wurde der Gehalt an Alpha-Amylase in ihrem Körper gemessen. Die Frauen mit hohen Werten des Enzyms, die auf hohen Stress hinweisen, brauchten fast 30 % länger, um schwanger zu werden, als die Frauen mit niedrigeren Werten. 

Die US-amerikanische Unfruchtbarkeitsspezialistin Sarah Berga, MD, sprach mit The Healthy Journal über die Art und Weise, in der jetzt verstanden wird, dass das Vorhandensein von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin das ordnungsgemäße Funktionieren und die Signalübertragung zwischen dem Gehirn und den Eierstöcken stört, was den Eisprung beeinflusst. 

Forschung und Wissenschaft zeigen, wie sehr hoher Stress die Fähigkeit einer Frau, schwanger zu werden, behindert. Deshalb kann es zu einem Teufelskreis werden, wenn man den Stress zu dem Zeitpunkt abbaut, an dem man ihn am stärksten spürt. Wenn man in einer Zwickmühle feststeckt und sich unter Druck gesetzt fühlt, schwanger zu werden, ist das nicht ideal, wenn es darum geht, seine Gefühle zu kontrollieren und ruhig zu bleiben. 

Es ist wichtig, alle emotionalen Probleme anzusprechen, die sich auf die Fruchtbarkeit auswirken können, da die Behandlung dieser Probleme das allgemeine körperliche und geistige Wohlbefinden verbessern kann, was wiederum die Chancen auf eine Empfängnis erhöht.

Die Möglichkeiten, dies zu tun, sind vielfältig. In den letzten Jahren sind ganzheitliche Ansätze für Gesundheit und Wohlbefinden wie Akupunktur, Achtsamkeit, kreativer Ausdruck, Meditation und Yoga immer beliebter geworden. Viele Männer und Frauen berichten von den Vorteilen, die diese Techniken auf ihrem Weg zu Fruchtbarkeit und Empfängnis gebracht haben. 

Eine Studie über den Einsatz von komplementärer und alternativer Medizin (CAM) während einer Fruchtbarkeitsbehandlung ergab, dass die Akupunktur sowohl bei den befragten Männern als auch bei den Frauen die besten Ergebnisse bei der Verbesserung der Fruchtbarkeit erzielte. Die Studie kam auch zu dem Schluss, dass mehr Forschung in diesem Bereich erforderlich ist, um zu untersuchen, wie diese Ansätze mehr Menschen helfen können. 

Letztendlich ist es wichtig, dass Sie Ihre Emotionen und Ihr Stressniveau im Griff haben. 

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass emotionale Faktoren nicht die einzigen Faktoren sind, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Andere Faktoren wie Alter, Lebensstil und medizinische Grunderkrankungen spielen ebenfalls eine Rolle. 

Der britische Gesundheitsdienst NHS geht davon aus, dass die meisten Paare innerhalb eines Jahres nach dem ersten Versuch schwanger werden, wenn sie regelmäßig Sex haben, ohne zu verhüten. Dabei werden jedoch Erkrankungen, die diesen Prozess behindern könnten, nicht berücksichtigt. Bei Frauen mit Endometriose, PCOS, Gebärmuttermyomen und Schilddrüsenerkrankungen sowie bei Männern mit verminderter Spermienzahl oder reduziertem Testosterongehalt kann es länger dauern, bis sie schwanger werden, oder es kann zu Unfruchtbarkeit kommen.

Es wird empfohlen, einen Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren, wenn Sie Bedenken bezüglich Ihrer Fruchtbarkeit haben.

Außerdem kann die Unterstützung durch Beratung oder Therapie das emotionale Wohlbefinden verbessern und für Paare, die versuchen, schwanger zu werden, von Vorteil sein.

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